|
Ach Papa, schenk mir endlich ein Tier! Ein Hund, mit dem ich tollen kann, der immer zu mir hÀlt,
der nur auf mich alleine hört und vor Freude bellt.
Ach Papa, schenk mir endlich ein Tier! Ein Pferd, auf dem ich reiten kann, das immer zur mir hÀlt,
das nur auf mich alleine hört, mit rabenschwarzem Fell.
Ach Papa, schenk mir endlich ein Tier! Ein Vogel, der laut singen kann, der immer zu mir hÀlt,
der nur auf mich alleine hört und nie runterfÀllt.
Ach Papa, schenk mir endlich ein Tier! Ein KÀtzchen, das ich schmusen kann, das immer zu mir hÀlt,
das nur auf mich alleine hört, mit kuschelweichem Fell.
Ach Papa, schenk mir endlich ein Tier! Ein Hamster, der schnell rennen kann, der immer zu mir hÀlt,
der nur auf mich alleine hört, sich auf zwei FĂŒĂchen stellt.
Ach Papa, schenk mir endlich ein Tier! Ein Meerschweinchen, das quieken kann, das immer zu mir hÀlt,
das nur auf mich alleine hört, mit wuscheligem Fell.
Ach Papa, schenk mir endlich ein Tier! Egla, ob Hund, Pferd oder Schwein, auch eins fĂŒr wenig Geld,
denn was fĂŒr mich alleine zĂ€hlt, ist, dass es zu mir hĂ€lt!
Text und Musik: Jutta Riedel-Henck
Leicht bearbeiteter Auszug der CD-Aufnahme als mp3-Datei
Seitenanfang

Armes Tier, ich habe dich benutzt,
hab mich groĂ gefĂŒhlt, weil du so klein warst. Du hast dich auf deine Art geschĂŒtzt, mich gemieden, gebissen und gekratzt. Ich war selbst ein ziemlich kleines Wesen,
war oft einsam und allein bei uns zu Haus, konnte mich nicht wehren gegen all die GroĂen. Meinen Frust darĂŒber lieĂ ich an dir aus.
Armes Tier, ich habe dich gequÀlt, hab dich angeschrien, wenn ich gekrÀnkt war. Du hast mir auf deine Art erzÀhlt,
dass ein Tier sich bald dagegen wehrt. Ich war auch ein ziemlich kleines Wesen, war oft traurig und fĂŒhlte mich allein, wusste nicht, warum ich so gemein war, deinen Kummer wollte ich nicht sehn
Armes Tier, ich habe viel gelernt, ich hab eingesehn, dass es verkehrt war, dich in meinem Zimmer einzusperrn
und mit deinen Ăngsten nur zu spieln. Erst viel spĂ€ter konnte ich erkennen, dass du mich zum Leben gar nicht brauchst. In der Freiheit wirst du selber finden, was du magst und wem du nicht vertraust.
Text und Musik: Jutta Riedel-Henck
Leicht bearbeiteter Auszug der CD-Aufnahme als mp3-Datei
Seitenanfang

Hier spricht dein kleiner Schmusekater: Ich bin und bleib ein Raubtier, glaubs mir!
Wenn es raschelt, wenn ich ein Piepsen hör, ja, dann packts mich, dann hÀlt mich gar nichts mehr.
Ich muss jagen, irgendwas treibt mich an, das sind Triebe, fĂŒr die ich gar nichts kann!
Hier spricht dein kleiner Schmusekater: Ich bin und bleib ein Raubtier, glaubs mir!
Immer wieder, da ĂŒberkommt es mich. Fress ich MĂ€use, sagst du, das darf ich nicht. Muss sie jagen, so wie es mir gefĂ€llt,
kenne gar nichts, was mich davon abhÀlt.
Hier spricht dein kleiner Schmusekater: Ich bin und bleib ein Raubtier, glaubs mir!
Ich muss jagen, was vor mir lĂ€uft und fliegt. DafĂŒr wart ich, lauernd, bis sich was regt.
Und dann spring ich, renne, so schnell es geht, wie ein Sturm, der Laub ĂŒber StraĂen fegt.
Hier spricht dein kleiner Schmusekater: Ich bin und bleib ein Raubtier, glaubs mir!
Es hilft gar nichts, wenn du mich laut beschimpfst oder wenn du drohend die Nase rĂŒmpfst.
Ich muss jagen, das ist fĂŒr mich normal, und dein Reden ist mir so schnurz egal!
Hier spricht dein kleiner Schmusekater: Ich bin und bleib ein Raubtier, glaubs mir!
Text und Musik: Jutta Riedel-Henck
Leicht bearbeiteter Auszug der CD-Aufnahme als mp3-Datei
Tierische Lieder Geschichten Textfassung des Gesamtzyklus
Seitenanfang
© 2002 Jutta Riedel-Henck
|